Impfstoff zur Vorbeugung einer Gürtelrose

Die Europäische Arzneimittelagentur hat einen Impfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren zugelassen, der hilft einem Herpes Zoster (Gürtelrose) und einer Post-Zoster-Neuralgie vorzubeugen. Der Impfstoff ist nun auf dem deutschen Markt erhältlich.

Die Gürtelrose wird durch eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus verursacht. Diese Viren lösen bei der Erstinfektion Windpocken aus. Nach der Ersterkrankung verbleiben die Viren im Rückenmark, ein Großteil aller Erwachsenen über 50 Jahre trägt das Virus in dieser inaktiven Form in sich.

Bei Patienten mit Beeinträchtigung des Immunsystems (Ältere, chronisch Kranke) ist das Risiko für eine Gürtelrose erhöht. Allein in Deutschland schätzt man die Zahl der jährlich Erkrankten auf 400.000. Die Symptomatik zeigt sich als streng halbseitiger, schmerzhafter und juckender Hautausschlag. Der Ausschlag besteht oft über mehrere Wochen, Schmerzen können den Hautveränderungen vorausgehen.

Auch nach Abklingen der Hautveränderungen können die Schmerzen über viele Wochen bis Jahre persistieren, man spricht dann von der Post-Zoster-Neuralgie (PZN). Die PZN gilt als die häufigste Komplikation der Gürtelrose und tritt, altersabhängig, bei bis zu 30 Prozent aller Erkrankten auf. In Studien mit mehr als 15.000 Probanden verschiedener Altersgruppen wurde gezeigt, dass sowohl das Auftreten der Gürtelrose als auch die PZN um über 90% reduziert werden konnten. Dabei profitierten Patienten im Alter zwischen 50 und 70 Jahren am deutlichsten.

Der Impfstoff wird zweimal im Abstand von zwei bis sechs Monaten intramuskulär verabreicht. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle, Myalgien (Muskelschmerz), Müdigkeit und Kopfschmerzen. Die meisten dieser Reaktionen klangen nach zwei bis drei Tagen wieder ab.

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